Informations- u. Wissensmanagement mit einer mindmap-basierten Hypertext-Anwendung
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  • HYPERINFO zentrale Begriffe

    Geschrieben am Februar 11th, 2009 Dr. Gernot Schebelle Keine Kommentare

    Sie können folgende zentralen Begriffe von HYPERINFO

    aufrufen, falls sie Ihnen nicht geläufig sein sollten. (Vergleichen Sie hierzu auch die Download-Seite.)

    Assoziation,

    CMS (Content Management System),

    Daten,

    HYPERINFO,

    HYPERINFO-Map,

    Hyperlink,

    Hypertext,

    Information,

    Informationsmanagement,

    Kommunikation,

    Mindmap,

    Mindmapping,

    Wissen,

    Wissensmanagement,

    Wissensportal

  • HYPERINFO Wissen

    Geschrieben am Februar 10th, 2009 Dr. Gernot Schebelle Keine Kommentare

    Vorweg zwei Aphorismen

    “Die Phantasie ist viel wichtiger als das Wissen. Wissen ist begrenzt, Phantasie umspannt die Welt!” (Albert Einstein)

    “Wissen ist die Ressource der Zukunft.” (http://www.powermailer.de/)

    Dann einige erste Hinweise zur Begriffsklärung:
    “Wissen ist Information derer sich eine Person, Organisation oder eine andere Gruppierung gegenwärtig ist.”
    „Wissen“ ist abgeleitet vom althochdeutschen Verb wissan, das seinerseits von der Form „gesehen haben“ kommt, was auch etymologisch auf die Begründetheit verweist.

    Für den Begriff des Wissens findet sich seit der Antike im philosophischen und wissenschaftlichen Diskurs keine präzise und übergreifende anerkannte Definition, vielmehr gibt zahlreiche, häufig ähnlich klingende Definitionen, die jeweils abhängig vom Standpunkt des Definierenden formuliert wird (siehe unten). Seit dem 20. Jahrhundert wird der Begriff zunehmend aus dem Blickwinkel der Informatik betrachtet.

    Als kleinster gemeinsamer Nenner lässt sich folgende Aussage formulieren:

    * Dem Wissen liegen Informationen zugrunde, oder anders formuliert:

    Wissen ist behaltene (gespeicherte) Information.” (http://de.wikipedia.org/wiki/Wissen)

    Formen des Wissens

    Deklaratives versus prozedurales Wissen

    Bezeichnet in der Kognitionspsychologie das Wissen über Fakten („Wissen was“), in Abgrenzung von handlungsorientiertem („Wissen wie“, prozedurales Wissen). Folgende Formen des deklarativen Wissens können unterschieden werden:

    * Wissen über Fakten:

    Zu den Fakten gehören numerische Fakten wie „das Planck’sche Wirkungsquantum ist h  = 6,6261 · 10-34 Js “ oder Propositionen wie „Der Wolf ist ein Raubtier“.

    * Wissen über Konzepte und Konzepteigenschaften:

    Konzepte werden durch ihren Konzeptnamen, ihre Extension und ihre Intension definiert. Extension ist die Menge aller Objekte, die zu dem Konzept gehört, die Intension ist die Menge der Merkmale, die ein Objekt besitzen muss, um zum Konzept zu gehören. Man unterscheidet zwischen Individualkonzepten, die als Extension eine einelementige Menge besitzen, und Massenkonzepte wie Flüssigkeiten oder Schüttgut, die keine stückweise abzählbare Extension besitzen.

    * Wissen über semantische Beziehungen:

    Semantische Beziehungen sind Aussagen zu zwei oder mehreren Konzepten, o Kausalbeziehungen (Blitz – Donner).

    * Wissen über Ereignisse und Handlungen:

    o Räumliche Beziehungen (Behälter – Inhalt).

    Ein Ereignis ist eine Zustandsänderung eines Objektes zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über ein Zeitintervall hinweg. Eine Handlung ist ein Ereignis, das von einem Aktor ausgelöst wurde.

    o Zeitliche Beziehungen (chronologische Abfolge, Simultanität).

    * Wissen über Regeln und einschränkende Bedingungen (Constraints):

    o Ist-Ein-Beziehung (Wolf – ist ein – Raubtier).

    Wissen über einschränkende Bedingungen ist Wissen über die Unzulässigkeit von Zuständen oder Zustandsänderungen.

    o Teil-Von-Beziehungen: (Klinge – ist Teil vom – Schwert).

    * Metawissen:

    o Abstraktionen: (Schrank ist ein Möbelstück). Wissen über Wissen, wie z. B.

    o Wissen über die Verlässlichkeit (Reliabilität) bzw. Güte (Validität) von Fakten oder anderen Wissensarten.

    o Wissen über Wissensqualität. wie zum Beispiel

    * Wissen als soziale Konstruktion:

    Grundlegend stellt die Wissenssoziologie fest, dass Erkenntnis nicht im Individuum, sondern in einem sozialen Kontext eingebettet ist, das bedeutet Wissen ist sozial bedingt.

    * Narratives versus diskursives Wissen

    Jean-François Lyotard unterscheidet zwei Formen von Wissen:

    * diskursives Wissen – das im Diskurs ermittelte Wissen der Moderne mit expliziter Legitimation. Wissenschaftliches Wissen ist spezifisches diskursives Wissen, das dem akademischen Diskurs und seinen akademischen Regeln unterliegt;

    * narratives Wissen – das traditionelle Wissen in Form von Geschichten und Erzählungen, das sich implizit selbst legitimiert.

    * Operatives Wissen und Orientierungswissen

    (Wie nutze ich das Wissen, das ich habe? Wie finde ich meinen Weg, da ich noch nicht genug weiß?)

    * Wissen über Vorgänge und Verfahren:

    Ein Vorgang ist eine lang andauernde Handlung. Ein Verfahren ist eine festgelegte Anzahl von miteinander verketteten Einzelhandlungen, für die oft eine bestimmte Reihenfolge verbindlich ist. Wissen über ein Verfahren bezeichnet man auch als “know how”, Gewusst Wie.

    o Wissen, wie man Wissenslücken schließen kann (zum Beispiel indem man Unbekanntes erfragt).

    o Wissen, wie man neues Wissen aus vorhandenem Wissen ableitet (Inferenzstrategien).

    o Wissen, wie man Wissen strukturiert und neues Wissen hinzufügt.

    * Wissen über Probleme und Problemlösungsstrategien:

    Bildung einer formalen Beschreibung eines Problems mit dem Ziel der Klassifikation des Problems in eine bekannte Problemklasse, zu der eine Problemlösungsstrategie bekannt ist.”

    (http://de.wikipedia.org/wiki/Wissen)

    Zudem gilt es die Halbwertszeit des Wissens in verschiedenen Wissensgebieten zu beachten.

     

  • HYPERINFO Begriffsklärung

    Geschrieben am Februar 7th, 2009 Dr. Gernot Schebelle Keine Kommentare

    Was ist HYPERINFO 3P+?

    HYPERINFO ist eine umfangreiche mindmap-basierte Hypertext-Anwendung speziell für

    psychologisch,
    pädagogisch und/oder
    philosophisch

    interessierte Experten, Studenten bzw. Amateure, die viel mit komplexen Wissensbereichen zu tun haben (sog. Wissensarbeiter) und dabei mit  zahlreichen Dokumenten (hauptsächlich Fachliteratur, eigene Texte u.a.) umgehen und diese nutzen.

    Woraus besteht HYPERINFO?

    Wegen der drei zentralen Fachgebiete Psychologie, Pädagogik u. Philosophie bildet sich in den Begriffsmaps schwerpunktmäßig vor allem das Fachvokabular dieser Bereiche ab, aber auch viele Alltagsbegriffe sind angelegt, damit auch sog. Kurzprotokolle und Concept Maps (vergl. Maparten) erstellt werden können.

    HYPERINFO 3P+ steht für Psychologie, Pädagogik und Philosophie, den Fächern, die ich studiert und ein Berufsleben lang praktiziert habe.

    In HYPERINFO finden sich Maps zu allen drei Gebieten, wobei psychologische Begriffe häufiger vorkommen als pädagogische und philosophische. Letztere haben nur einen geringeren Anteil an der Gesamtheit aller Maps. Wenn Sie wollen, können Sie jedoch relativ schnell dieses Verhältnis ändern, indem Sie Ihre Interessenschwerpunkte stärker einarbeiten.

    Das “+” soll andeuten, dass man auch einiges aus anderen Fachgebieten (wie Betriebswirtschaft, Geschichte, Informatik, Kunst, Medizin, Recht, Technik etc.) finden kann und im Bedarfsfall auch weiter ausbauen kann, da HYPERINFO ja grundsätzlich inhaltsneutral konzipiert ist. Sie müssen anfangs nicht unbedingt mit allen Begriffen gleichzeitig arbeiten, sondern können sich einige Begriffe “herauspicken” und den Fundus Schritt für Schritt verbreitern – ganz wie Sie wollen.

    Wie wurden die Begriffe ausgewählt?

    Den Hintergrund für dieses Anwendungsprogramm stellt eine jahrzehntelange Tätigkeit als Organisations-, Verkehrspsychologe bzw. Pädagogischer Psychologe dar, der sich zudem auch noch für Philosophie, Literatur u.a. interessiert. Arbeitsschwerpunkte waren neben Schulungs- auch Befragungs-, Begutachtungs-, Beratungs-, Lehr-, Entwicklungs- und Forschungsaktivitäten in Theorie u. Praxis.

    Die Begriffsauswahl trägt zweifellos subjektive Züge, denn sie resultierte hauptsächlich aus persönlichen praktischen und theoretischen Tätigkeitsschwerpunkten und Interessen. Die vorliegende Erstform will (vorerst) auch keine lexikalische Vollständigkeit beanspruchen.

    Vergleichen Sie bitte kurz einmal HYPERINFO mit dem Kauf eines gebrauchten Hauses:
    HYPERINFO ist kein kompletter, perfekter Neubau “mit allen Schikanen”, der keine Wünsche mehr offen lässt, sondern eher ein Gebilde an dem es immer wieder etwas zu reparieren und umzubauen gibt.

    Wie schon im Kapitel Hypertext andeutungsweise zu erkennen war, ist ein Hypertext ein “endloses Buch” ohne definitivem Anfang oder Ende.

    Was soll der Begriff eigentlich HYPERINFO besagen?

    Arbeitsbegriff für eine neuentwickelte mindmap-basierte Hypertext-Anwendung, bei der Hyperlink-Verknüpfungen eine wichtige Rolle spielen.

    Der Kunstbegriff HYPERINFO setzt sich zusammen aus Hyper und Info, wobei “Hyper” Assoziationen zu Hypertext u.a. Begriffe wecken und “Info” zu Begriffen wie Information, Informationsbasis, Informationsmanagement u.ä. anklingen lassen soll.

    Sehen Sie sich bitte ergänzend hierzu Begriffsklärung und Aufbau der speziellen HYPERINFO-Map an.

    Wie umfangreich ist HYPERINFO?

    Die Anwendung umfaßt unter der Benutzeroberfläche des Mindmapping-Programms MINDMANAGER derzeit mehr als 40.000 Mindmaps, die auf Fach- und Alltagsbegriffen bzw. deren Begriffsteilen basieren.

    Mittels Hypertextlinks sind viele Begriffe assoziativ miteinander verknüpft, so dass ein komplexes Begriffsnetzwerk aus hunderttausenden von Maps zur Verfügung steht.

    Welche Zugriffsmöglichkeiten gibt es noch?

    Zudem sind verschiedenartigste Materialien (wie z.B. Daten, Informationen bzw. Wissensdokumente, Medien bzw. Softwareprogramme) in die Anwendung integriert und stehen per Mausklick für den direkten Zugriff zur Verfügung.

    HYPERINFO fungiert so als Steuerungszentrale (Navigator bzw. Wissensportal)

    für verknüpfte Informationen bzw. Wissensdokumente/-elemente. Anders betrachtet stellt die gesamte Anwendung ein Begriffsnetzwerk dar.

    Wie ist der Zusammenhang zwischen Informationsbasis und Wissensmanagement?

    Mit HYPERINFO kann man sowohl die persönliche als auch die organisatorische Informations- bzw. Wissensbasis abbilden und systematisches Wissensmanagement betreiben oder u.U. auch als Baustein in eine bereits vorhandene Wissensmanagement-Konzeption einbauen. Die Informationsbasis bildet dabei den Grundstock für individuelles bzw. organisatorisches Wissensmanagement, wobei der schnelle und sichere Zugriff zu allen einschlägigen Dokumenten, Medien und/oder Programmen per Mausklick ermöglicht wird.

    Welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es?

    Im Kapitel “Konzept” ist nachlesbar, wie vielfältig die Anwendungsbeispiele in den verschiedenen Anwendungsbereichen sein können. Da ist sicher für jeden etwas Brauchbares dabei.

    Wie ist es um die Usability bzw. Veränderbarkeit bestellt?

    Dieses Begriffs-, Medien- bzw.  Programmnetzwerk kann je nach individuellen Interessenschwerpunkten ohne Programmierkenntnisse mühelos von jedem Computernutzer, der mit den allereinfachsten Bedienschritten einer Textverarbeitung (wie “Markieren”, “Kopieren” und “Einfügen”) klar kommt – erweitert, verkleinert und verändert werden.

    Die Anwendung ist also leicht erlern-, bedien- und individuell gestaltbar.

    Wie wird die Weiterentwicklung in der nächsten Zeit aussehen?

    In der nächsten Zeit werden – nach Klärung urheberrechtlicher Zweifelsfragen – noch zwei Dokumentationen für die Programme ASKSAM und WEB-RECHERCHE angeboten werden, so dass sich die Datenbasis durch diese Zusatzmodule noch einmal enorm vergrößern lässt.

    Die vorliegende HYPERINFO-Version V.0.1 ist primär dem individuellen, persönlichen Wissensmanagement gewidmet; der Ausbau zum organisatorischen Wissensmanagement geht in die Erprobung.

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